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Werner Stiller, Ungarn

Werner Stiller (*24. August 1947 in Weßmar) ist ein deutscher Nachrichtendienstler. Er war Oberleutnant der Hauptverwaltung Aufklärung (HVA) und für den BND tätig. Er flüchtete 1979 mit zahlreichen geheimen Unterlagen der DDR-Spionageabteilung HVA in den Westen. Seine Flucht aus der DDR gilt bis heute als eine der spektakulärsten Spionage-Affären im Kalten Krieg.

Stiller wurde 1970 inoffizieller Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR. Sechs Jahre später kam es zur ersten Kontaktaufnahme mit dem Bundesnachrichtendienst (BND). 1981 begann für Stiller, ausgestattet mit einer neuen Identität, ein zweites Leben unter dem Namen Klaus-Peter Fischer, geboren in Budapest. Mit Unterstützung des US-Geheimdienstes CIA absolvierte er ein Wirtschaftsstudium in St. Louis und war von 1983 bis 1990 Investmentbanker bei Goldman Sachs in New York und London. Bis zum Ende der DDR versuchte eine mit großen Mitteln ausgestattete Fahndertruppe des Ost-Berliner Ministeriums für Staatssicherheit, ihn im Westen ausfindig zu machen. Ziel war es, ihn in die DDR zu entführen oder zu töten. Anfang der 1990er Jahre machte ein Reporterteam des Nachrichtenmagazins »Der Spiegel« Stiller ausfindig. Er arbeitete zu diesem Zeitpunkt als Börsenmakler für das US-Unternehmen Lehman Brothers an der Börse in Frankfurt am Main. Ende der 1990er Jahre zog Werner Stiller dann in die ungarische Hauptstadt.

»Wie auf Erden... Die Spitze des Kalten Krieges« ist ein Thriller, welcher im Dezember 2014 im Ebozon Verlag als eBook erschienen ist.